Mit der Idee zu einem Tierhilfe-Netzwerk ging Dirk Ehmann,
seines Zeichens Web-Designer, schon seit einiger Zeit schwanger. Nur das " Wie
" verbarg sich noch vor ihm in einem dicken Nebel und ließ eine Verwirklichung
in unerreichbarer Ferne erscheinen. Mit dem Tag unserer Bekanntschaft im
Arbeitskreis Tierschutz der SPD Hannover und Beginn unserer gemeinsamen
Produktion der Fernsehsendung " Tiertime " winkte uns seine Idee immer wieder
mal aus den Nebelschwaden zu. Ohne auch nur annähernd etwas von seiner Gestalt
preis zu geben.
Ursprünglich geht die Produktion von " Tiertime " auf eine
Anregung durch Dirks Freundin Kirsten Witzig, einer freien Journalistin,
zurück. Sporadisch wurde im Arbeitskreis wiederholt über die Problematik
philosophiert, die wahren Schwierigkeiten und Belange aus der enormen
Bandbreite des Tierschutzes in Deutschland unverfälscht an die Öffentlichkeit
zu bringen. Eine Thematik an der die etablierten Medien kaum Interesse zeigen, eher
an netten Tiergeschichten oder reißerischen, blutrünstigen Berichten gegen
einzelne Tierarten ( z.B. Kampfhunde.
Zum Jahreswechsel 2002 / 2003 griff der damalige Leiter des
Arbeitskreises, Wolfgang Zerulla, die Idee einer Eigenproduktion auf und bereitete
das Feld. Beim hannoverschen Bürgerfernsehsender " h1 ", ehemals " Offener
Kanal", konnte er einen festen Sendeplatz für unser Projekt " Tiertime "
bekommen. Equipment für die Dreharbeiten wurde vom Sender verliehen. Rotation
sollte Kosten und Arbeitsaufwand des Einzelnen in einem erträglichen Maß halten.
So wäre jeder alle fünf bis sieben Monate an der Reihe, einen Sendebeitrag zu
produzieren.
Voller Elan warfen wir uns in die Filmproduktion. Erster
Monat Dirk und Kirsten, zweiter Monat Michael, dritter Monat ich, vierter Monat
ich, Ende der Rotation. Kaum begonnen drohte sich unsere Karriere als, dem
Tierschutz dienende Filmfuzzies, in Staub und Asche zu verwandeln. Für Dirk und
mich keine akzeptable Entwicklung.
Um die Sendung " Tiertime ", kaum geboren, nicht schon
wieder sterben zu lassen, übernahmen wir beide enthusiastisch die alleinige,
gemeinsame Produktion der Sendung. Hin und wieder auch unterstützt von Dirks
Freundin Kirsten.
Im Nachhinein kann man sagen, haben wir uns damit ziemlich
blauäugig und naiv eine Sache aufgehalst, deren enorme Tragweite wir zu dem
Zeitpunkt nicht einmal im entferntesten abzuschätzen vermochten. Ständige Suche
nach Filmthemen für eine regelmäßige, monatliche Sendung hielt uns auf
Dauertrab und die laufende technische Aufrüstung brachte uns an den Rand des
finanziellen Ruins, da wir alle Kosten der Produktionen aus eigener Tasche
bestreiten müssen. Oft genug standen wir beide vor unüberwindlich scheinenden
Problemen, mit der uns, unsere vermeintlich gegen uns kämpfende Technik, immer
wieder zu überraschen wusste und noch immer unvermindert weiter versucht eine
regelmäßige Produktion von" Tiertime " zu verhindern. Eigentlich verwunderlich, denn
langsam sollten auch alle Schwierigkeiten, die sich uns in den Weg stellen
wollen unser Motto kennen:
Je Schlimmer, desto Trotz und jetzt erst recht ! Wir wachsen
an unseren Aufgaben und Problemen.
Rückblickend sind wir recht froh darüber dieses Wagnis
eingegangen zu sein, denn mit der Zeit lichtete sich auch der Nebel um die
Gestalt des " Tierhilfe-Netzwerk ".
Durch die Filmerei wuchsen sprunghaft unsere Kontakte zu
vielen anderen Tierschutzvereinen, -institutionen, -organisationen und
Personen, die sich dem Tierschutz verschrieben haben. Aus Bekanntschaften
wurden Freundschaften und wir bekamen damit auch immer tieferen Einblick in die
vielschichtigen Probleme, mit denen sich engagierte Tierschützer herumschlagen
müssen. Leider mussten wir aber auch feststellen, dass es unter den
verschiedenen Organisationen, Vereinen und Institutionen sehr viele
Reibungspunkte gibt, die dazu führen, dass häufig unwissendlich aneinander
vorbei oder gar gegeneinander gearbeitet wird. Andere wieder arbeiten im
Verborgenen, weil sie zu klein sind um aus dem Schatten der Großen
hervorzutreten, oder einfach nicht über ein Budget verfügen, welches ihnen
erlaubt, sich und ihre Arbeit nach außen zu präsentieren. Alles in allem
gesehen leistet diese Zerrissenheit und Anonymität unter den Tierschützern
leider nur der pragmatischen Einstellung unserer Regierung Vorschub, welche sie
gegenüber dem Tierschutz und den damit verbundenen Aufgaben hegt.
Ein weiteres Manko stellte der mangelhafte allgemeine Informationsfluß
an die Öffentlichkeit dar. Von den Medien ist dabei keine nennenswerte Unterstützung
zu erwarten, es sei denn, sie wird sich teuer erkauft.
Welcher Interessierte auch immer Informationen über " Wer
macht wo was " im Bereich Tierschutz sucht " und wie kann man Kontakt aufnehmen
? ", sieht sich einem nahezu undurchdringlichen Info-Trümmerfeld mit galaktischen
Ausmaßen gegenüber.
Diese Umstände verliehen " Tierhilfe-Netzwerk " erste klare
Konturen und zwei Erlebnisse in der Praxis erwiesen sich als ausschlaggebend für
seine Gestalt und bestätigten uns einmal mehr die dringende Notwendigkeit
seiner Entstehung.
Ende November 2004 bekam Angelika Berries von " Affen in Not
" das Angebot eines pleite gegangenenPrivatzoos in Bad Karlshafen, sich alles an Gehegeteilen und Materialien
abholen zu können, was sie abbauen und transportieren könne, wenn sie auch
gleichzeitig zwei Stachelschweine übernehmen würde. Sie konnte die Dinge sehr
gut gebrauchen, da sich der Aufbau ihrer Station erst im Anfangsstadium befand.
Es mangelte ihr nur an ausreichend Hilfskräfte. Wir versuchten krampfhaft drei,
vier Leute aufzutreiben, die außer mir noch mithelfen würden, es war unmöglich.
Letztendlich konnte ich meine Tochter Nicole, meinen Sohn Chris und deren
Freunde und Freundin für diese Aktion rekrutieren.
Das zweite ausschlaggebende Erlebnis betraf wiederum eine
Aktion von " Affen in Not ", dabei ging es um den Meerkatzenmann Luigi, der aus
Mainz abzuholen war. Auch hier war es nicht möglich von den örtlichen
Tierschutzvereinen Hilfestellung zu erlangen, für den Abbau des Affengeheges.
Dirk und meine Wenigkeit durften das mit dem vermeintlichen Besitzer alleine
bewerkstelligen.
Diese Entwicklungsgeschichte in Kurzform zu berichten war
uns ein Bedürfnis, um deutlich zu machen, dass hinter Tierhilfe-Netzwerk weit
aus mehr steckt als nur blanke Theorie.
Wir sind selbst ehrenamtlich engagierte Tierschützer, wissen
also durchaus worüber wir reden und was wir tun und haben mit dem Netzwerk lediglich
unser Betätigungsfeld erweitert.
Im Mai 2005 gingen wir mit unserer Seite www.tierhilfe-netzwerk.de
ins Internet.
Über unsere Arbeit berichten wir sporadisch unter der Rubrik
" Geschichten " und auch mit Fotostrecken in der " Bildergalerie ".
Bei Tierhilfe-Netzwerk handelt es sich um ein vollkommen
neutrales Hilfe- und Informationsnetz, welches mit seiner Arbeit und Internetpräsenz
ausschließlich einen umfangreichen Informationsknotenpunkt darstellen soll. Der
Basisinformationen über das" Who is Who " im Tierschutz liefert für, im Tierschutz
engagierte Vereine, Institutionen, Organisationen, sowie einzelner Personen und
aller am Tierschutz Interessierten. Sehr großen Wert legen wir auf Neutralität,
alle Informationen und Vorstellungen sind völlig wertungsfrei und konkurrenzlos
gehalten. So wollen auch wir uns nicht als Konkurrenz für irgendjemanden
verstanden wissen, sondern einzig als Info-Portal, welches Basisinformationen
liefert und auf die Existenz eben jener bestehenden Vereine, Institutionen,
Organisationen oder auch einzelner Personen hinweist. Dem Suchenden Möglichkeiten
zur Kontaktaufnahme nennt und für tiefergehende Informationen auf verschiedenen
Ebenen unserer Internetseiten, über Links an die jeweilige eigene
Internetpräsenz der Gesuchten weiterleitet. Sofern eine eigene Homepage
vorhanden ist. Jenen, die über keinen eigenen Internetauftritt verfügen, bieten
wir auf unseren Seiten kostenlos einen Platz zur eigenen Vorstellung und
Bekanntgabe von Kontaktmöglichkeiten.
In unserer Bildergalerie stellen wir zusätzlich feste
Einrichtungen, wie Tierheime usw. visuell vor. Dafür besuchen wir die
entsprechenden Einrichtungen persönlich ( aus Gründen der Bild- und Filmrechte
), um Fotos und eventuell Filmaufnahmen für eine bewegte visuelle Vorstellung
zu machen. Aber auch zur persönlichen Kontaktherstellung und -pflege.
Diese Besuche müssen wir leider sporadisch und ohne lange
Voranmeldung machen, wie schon erwähnt, bezahlen wir die Produktion der Sendung
" Tiertime " und alles was mit
" Tierhilfe-Netzwerk " zu tun hat aus eigener Tasche. Daher
sind wir darauf angewiesen Gelegenheiten für Film und Foto wahrzunehmen, wenn
wir mehr oder weniger zufällig in der Gegend sind. In der Region um unseren
Standort Hannover ist das kein Thema, aber bei größerer Entfernung stehen die
hohen Kosten für Benzin in keinem Verhältnis mehr zu ein paar Fotos und einige
Minuten Film.
Die Etablierung eines Netzwerkes dieser Art funktioniert nur
wenn sich so viele wie möglich daran beteiligen, vor allem wenn es um die
Aktualität von Informationen geht. Darum bitten wir, gerade feste
Einrichtungen, hin und wieder mal ihre Daten auf unseren Seiten abzugleichen
und uns bei Änderungen per Mail darüber zu informieren. Wir sind der Ansicht,
es gibt schon genug Falschinformationen und Linkleichen im Internet, da müssen
wir nicht auch noch welche hinzufügen und erst recht nicht pflegen. Wer sich
einmal unsere Datenbank " Tierheime & Vereine " anschaut wird sicherlich
Verständnis dafür haben, dass wir nicht regelmäßig alle Seiten bestehender
Tierschutzvereinigungen durchsuchen und mit unseren vorhandenen Daten verifizieren
können. Bei Einrichtung der Datenbank habe ich mir diese Mühe einmal gemacht und
monatelang die einzelnen Homepages nach, für unsere Zwecke, verwertbaren
Informationen durchforscht. Das war die reinste Sisyphusarbeit, eher was zum
Haare ausraufen ( jetzt weiß ich auch warum nach dem Kämmen immer so viel Haare
in meiner Bürste sind und auf meinem Kopf dafür weniger werden ) und ich bin
immer noch nicht ganz durch damit. Allerdings warf meine Safari durch die
Homepages ein ansehnliches Nebenprodukt ab, unseren seinerzeit mit
Informationen prall gefüllten " Eventkalender " zu allerlei Festivitäten von
Vereinen und Tierheimen, Bundesweit.
Damit bietet unsere Seite ein weiteres Info-Highlight für
jeden Nutzer, eine kostenlose überregionale Werbung für Veranstaltungen. Leider gilt aber auch für den " Eventkalender
" dasselbe wie für die " Tierheime & Vereine "- Datenbank.
Durch den speziell gehaltenen Informationscharakter dieser
Internetseite entsteht der Eindruck, es bewege sich nichts an den Inhalten. Das
aber liegt in der Natur von Basisinformationen. Unser Nachrichtenblock ist
lediglich ein Beiwerk ohne Anspruch auf Aktualität, da neutrale Nachrichten aus
dem Bereich Tierschutz eher selten sind. Im Regelfall handelt es sich dabei um
Aktionen einzelner oder mehrer Vereine, mit denen wir hier auf der Seite unsere
Neutralität und Wertungsfreiheit untergraben würden.
Hierfür und für alle weitergehenden Informationen haben wir
eine zweite Internetseite parallel geschaltet, unter www.vzsdt.de ( Verein zum
Schutze der Tiere e.V. ).
Tierhilfe-Netzwerk ist eine Sparte dieses Vereins und für dessen
Internetseite gilt ähnliches wie für die Netzwerkseite. Mittlerweile verfügen
wir über Unmengen an Informationen, die alle erst verarbeitet und für die
Internetseiten aufbereitet werden müssen. Ein enorm zeitaufwendiger Vorgang,
der von Dirk und mir kaum noch zu bewältigen ist. Deshalb geht die Befüllung
mit Inhalten ziemlich schleppend voran.
Jürgen Grobecker
Dirk Ehmann
Kirsten Witzig
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 25. Februar 2010 )