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Geschrieben von Jürgen Grobecker   
Montag, 22. Februar 2010

Wir über uns !

 

Mit der Idee zu einem Tierhilfe-Netzwerk ging Dirk Ehmann, seines Zeichens Web-Designer, schon seit einiger Zeit schwanger. Nur das " Wie " verbarg sich noch vor ihm in einem dicken Nebel und ließ eine Verwirklichung in unerreichbarer Ferne erscheinen. Mit dem Tag unserer Bekanntschaft im Arbeitskreis Tierschutz der SPD Hannover und Beginn unserer gemeinsamen Produktion der Fernsehsendung " Tiertime " winkte uns seine Idee immer wieder mal aus den Nebelschwaden zu. Ohne auch nur annähernd etwas von seiner Gestalt preis zu geben.

 

Ursprünglich geht die Produktion von " Tiertime " auf eine Anregung durch Dirks Freundin Kirsten Witzig, einer freien Journalistin, zurück. Sporadisch wurde im Arbeitskreis wiederholt über die Problematik philosophiert, die wahren Schwierigkeiten und Belange aus der enormen Bandbreite des Tierschutzes in Deutschland unverfälscht an die Öffentlichkeit zu bringen. Eine Thematik an der die etablierten Medien kaum Interesse zeigen, eher an netten Tiergeschichten oder reißerischen, blutrünstigen Berichten gegen einzelne Tierarten ( z.B. Kampfhunde.

 

Zum Jahreswechsel 2002 / 2003 griff der damalige Leiter des Arbeitskreises, Wolfgang Zerulla, die Idee einer Eigenproduktion auf und bereitete das Feld. Beim hannoverschen Bürgerfernsehsender " h1 ", ehemals " Offener Kanal", konnte er einen festen Sendeplatz für unser Projekt " Tiertime " bekommen. Equipment für die Dreharbeiten wurde vom Sender verliehen. Rotation sollte Kosten und Arbeitsaufwand des Einzelnen in einem erträglichen Maß halten. So wäre jeder alle fünf bis sieben Monate an der Reihe, einen Sendebeitrag zu produzieren.

Voller Elan warfen wir uns in die Filmproduktion. Erster Monat Dirk und Kirsten, zweiter Monat Michael, dritter Monat ich, vierter Monat ich, Ende der Rotation. Kaum begonnen drohte sich unsere Karriere als, dem Tierschutz dienende Filmfuzzies, in Staub und Asche zu verwandeln. Für Dirk und mich keine akzeptable Entwicklung.

 

Um die Sendung " Tiertime ", kaum geboren, nicht schon wieder sterben zu lassen, übernahmen wir beide enthusiastisch die alleinige, gemeinsame Produktion der Sendung. Hin und wieder auch unterstützt von Dirks Freundin Kirsten.

 

Im Nachhinein kann man sagen, haben wir uns damit ziemlich blauäugig und naiv eine Sache aufgehalst, deren enorme Tragweite wir zu dem Zeitpunkt nicht einmal im entferntesten abzuschätzen vermochten. Ständige Suche nach Filmthemen für eine regelmäßige, monatliche Sendung hielt uns auf Dauertrab und die laufende technische Aufrüstung brachte uns an den Rand des finanziellen Ruins, da wir alle Kosten der Produktionen aus eigener Tasche bestreiten müssen. Oft genug standen wir beide vor unüberwindlich scheinenden Problemen, mit der uns, unsere vermeintlich gegen uns kämpfende Technik, immer wieder zu überraschen wusste und noch immer unvermindert weiter versucht eine regelmäßige Produktion von" Tiertime " zu verhindern. Eigentlich verwunderlich, denn langsam sollten auch alle Schwierigkeiten, die sich uns in den Weg stellen wollen unser Motto kennen:

 

Je Schlimmer, desto Trotz und jetzt erst recht ! Wir wachsen an unseren Aufgaben und Problemen.

Rückblickend sind wir recht froh darüber dieses Wagnis eingegangen zu sein, denn mit der Zeit lichtete sich auch der Nebel um die Gestalt des " Tierhilfe-Netzwerk ".

 

Durch die Filmerei wuchsen sprunghaft unsere Kontakte zu vielen anderen Tierschutzvereinen, -institutionen, -organisationen und Personen, die sich dem Tierschutz verschrieben haben. Aus Bekanntschaften wurden Freundschaften und wir bekamen damit auch immer tieferen Einblick in die vielschichtigen Probleme, mit denen sich engagierte Tierschützer herumschlagen müssen. Leider mussten wir aber auch feststellen, dass es unter den verschiedenen Organisationen, Vereinen und Institutionen sehr viele Reibungspunkte gibt, die dazu führen, dass häufig unwissendlich aneinander vorbei oder gar gegeneinander gearbeitet wird. Andere wieder arbeiten im Verborgenen, weil sie zu klein sind um aus dem Schatten der Großen hervorzutreten, oder einfach nicht über ein Budget verfügen, welches ihnen erlaubt, sich und ihre Arbeit nach außen zu präsentieren. Alles in allem gesehen leistet diese Zerrissenheit und Anonymität unter den Tierschützern leider nur der pragmatischen Einstellung unserer Regierung Vorschub, welche sie gegenüber dem Tierschutz und den damit verbundenen Aufgaben hegt.

 

Ein weiteres Manko stellte der mangelhafte allgemeine Informationsfluß an die Öffentlichkeit dar. Von den Medien ist dabei keine nennenswerte Unterstützung zu erwarten, es sei denn, sie wird sich teuer erkauft.

Welcher Interessierte auch immer Informationen über " Wer macht wo was " im Bereich Tierschutz sucht " und wie kann man Kontakt aufnehmen ? ", sieht sich einem nahezu undurchdringlichen Info-Trümmerfeld mit galaktischen Ausmaßen gegenüber.

Diese Umstände verliehen " Tierhilfe-Netzwerk " erste klare Konturen und zwei Erlebnisse in der Praxis erwiesen sich als ausschlaggebend für seine Gestalt und bestätigten uns einmal mehr die dringende Notwendigkeit seiner Entstehung.

 

Ende November 2004 bekam Angelika Berries von " Affen in Not " das Angebot eines pleite gegangenen  Privatzoos in Bad Karlshafen, sich alles an Gehegeteilen und Materialien abholen zu können, was sie abbauen und transportieren könne, wenn sie auch gleichzeitig zwei Stachelschweine übernehmen würde. Sie konnte die Dinge sehr gut gebrauchen, da sich der Aufbau ihrer Station erst im Anfangsstadium befand. Es mangelte ihr nur an ausreichend Hilfskräfte. Wir versuchten krampfhaft drei, vier Leute aufzutreiben, die außer mir noch mithelfen würden, es war unmöglich. Letztendlich konnte ich meine Tochter Nicole, meinen Sohn Chris und deren Freunde und Freundin für diese Aktion rekrutieren.

 

Das zweite ausschlaggebende Erlebnis betraf wiederum eine Aktion von " Affen in Not ", dabei ging es um den Meerkatzenmann Luigi, der aus Mainz abzuholen war. Auch hier war es nicht möglich von den örtlichen Tierschutzvereinen Hilfestellung zu erlangen, für den Abbau des Affengeheges. Dirk und meine Wenigkeit durften das mit dem vermeintlichen Besitzer alleine bewerkstelligen.

 

Diese Entwicklungsgeschichte in Kurzform zu berichten war uns ein Bedürfnis, um deutlich zu machen, dass hinter Tierhilfe-Netzwerk weit aus mehr steckt als nur blanke Theorie.

Wir sind selbst ehrenamtlich engagierte Tierschützer, wissen also durchaus worüber wir reden und was wir tun und haben mit dem Netzwerk lediglich unser Betätigungsfeld erweitert. 

Im Mai 2005 gingen wir mit unserer Seite www.tierhilfe-netzwerk.de ins Internet.

Über unsere Arbeit berichten wir sporadisch unter der Rubrik " Geschichten " und auch mit Fotostrecken in der " Bildergalerie ".

Bei Tierhilfe-Netzwerk handelt es sich um ein vollkommen neutrales Hilfe- und Informationsnetz, welches mit seiner Arbeit und Internetpräsenz ausschließlich einen umfangreichen Informationsknotenpunkt darstellen soll. Der Basisinformationen über das" Who is Who " im Tierschutz liefert für, im Tierschutz engagierte Vereine, Institutionen, Organisationen, sowie einzelner Personen und aller am Tierschutz Interessierten. Sehr großen Wert legen wir auf Neutralität, alle Informationen und Vorstellungen sind völlig wertungsfrei und konkurrenzlos gehalten. So wollen auch wir uns nicht als Konkurrenz für irgendjemanden verstanden wissen, sondern einzig als Info-Portal, welches Basisinformationen liefert und auf die Existenz eben jener bestehenden Vereine, Institutionen, Organisationen oder auch einzelner Personen hinweist. Dem Suchenden Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme nennt und für tiefergehende Informationen auf verschiedenen Ebenen unserer Internetseiten, über Links an die jeweilige eigene Internetpräsenz der Gesuchten weiterleitet. Sofern eine eigene Homepage vorhanden ist. Jenen, die über keinen eigenen Internetauftritt verfügen, bieten wir auf unseren Seiten kostenlos einen Platz zur eigenen Vorstellung und Bekanntgabe von Kontaktmöglichkeiten.

 

In unserer Bildergalerie stellen wir zusätzlich feste Einrichtungen, wie Tierheime usw. visuell vor. Dafür besuchen wir die entsprechenden Einrichtungen persönlich ( aus Gründen der Bild- und Filmrechte ), um Fotos und eventuell Filmaufnahmen für eine bewegte visuelle Vorstellung zu machen. Aber auch zur persönlichen Kontaktherstellung und -pflege.

Diese Besuche müssen wir leider sporadisch und ohne lange Voranmeldung machen, wie schon erwähnt, bezahlen wir die Produktion der Sendung " Tiertime " und alles was mit

" Tierhilfe-Netzwerk " zu tun hat aus eigener Tasche. Daher sind wir darauf angewiesen Gelegenheiten für Film und Foto wahrzunehmen, wenn wir mehr oder weniger zufällig in der Gegend sind. In der Region um unseren Standort Hannover ist das kein Thema, aber bei größerer Entfernung stehen die hohen Kosten für Benzin in keinem Verhältnis mehr zu ein paar Fotos und einige Minuten Film.

 

Die Etablierung eines Netzwerkes dieser Art funktioniert nur wenn sich so viele wie möglich daran beteiligen, vor allem wenn es um die Aktualität von Informationen geht. Darum bitten wir, gerade feste Einrichtungen, hin und wieder mal ihre Daten auf unseren Seiten abzugleichen und uns bei Änderungen per Mail darüber zu informieren. Wir sind der Ansicht, es gibt schon genug Falschinformationen und Linkleichen im Internet, da müssen wir nicht auch noch welche hinzufügen und erst recht nicht pflegen. Wer sich einmal unsere Datenbank " Tierheime & Vereine " anschaut wird sicherlich Verständnis dafür haben, dass wir nicht regelmäßig alle Seiten bestehender Tierschutzvereinigungen durchsuchen und mit unseren vorhandenen Daten verifizieren können. Bei Einrichtung der Datenbank habe ich mir diese Mühe einmal gemacht und monatelang die einzelnen Homepages nach, für unsere Zwecke, verwertbaren Informationen durchforscht. Das war die reinste Sisyphusarbeit, eher was zum Haare ausraufen ( jetzt weiß ich auch warum nach dem Kämmen immer so viel Haare in meiner Bürste sind und auf meinem Kopf dafür weniger werden ) und ich bin immer noch nicht ganz durch damit. Allerdings warf meine Safari durch die Homepages ein ansehnliches Nebenprodukt ab, unseren seinerzeit mit Informationen prall gefüllten " Eventkalender " zu allerlei Festivitäten von Vereinen und Tierheimen, Bundesweit.

 

Damit bietet unsere Seite ein weiteres Info-Highlight für jeden Nutzer, eine kostenlose überregionale Werbung für Veranstaltungen.  Leider gilt aber auch für den " Eventkalender " dasselbe wie für die " Tierheime & Vereine "- Datenbank.

Durch den speziell gehaltenen Informationscharakter dieser Internetseite entsteht der Eindruck, es bewege sich nichts an den Inhalten. Das aber liegt in der Natur von Basisinformationen. Unser Nachrichtenblock ist lediglich ein Beiwerk ohne Anspruch auf Aktualität, da neutrale Nachrichten aus dem Bereich Tierschutz eher selten sind. Im Regelfall handelt es sich dabei um Aktionen einzelner oder mehrer Vereine, mit denen wir hier auf der Seite unsere Neutralität und Wertungsfreiheit untergraben würden.

Hierfür und für alle weitergehenden Informationen haben wir eine zweite Internetseite parallel geschaltet, unter www.vzsdt.de ( Verein zum Schutze der Tiere e.V. ).

Tierhilfe-Netzwerk ist eine Sparte dieses Vereins und für dessen Internetseite gilt ähnliches wie für die Netzwerkseite. Mittlerweile verfügen wir über Unmengen an Informationen, die alle erst verarbeitet und für die Internetseiten aufbereitet werden müssen. Ein enorm zeitaufwendiger Vorgang, der von Dirk und mir kaum noch zu bewältigen ist. Deshalb geht die Befüllung mit Inhalten ziemlich schleppend voran.    

 

Jürgen Grobecker

 

Dirk Ehmann

 

Kirsten Witzig 

     

                    

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 25. Februar 2010 )
 


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